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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 74,35 € |
75,50 € |
-1,15 € |
-1,52 % |
23.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007667107 |
766710 |
- € |
- € |
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Vossloh erneut Gewinnwarnung 30.09.2011
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Sebastian Hein, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Vossloh (ISIN DE0007667107 / WKN 766710) von "halten" auf "verkaufen" herab.
Vossloh habe den Markt mit der bereits zweiten Gewinnwarnung im zweiten Halbjahr 2011 überrascht. Die Guidance sei nun wie folgt: Umsatz von rund 1,2 Mrd. Euro in 2011 (bislang: 1,25 Mrd. Euro), EBIT zwischen 90 und 100 Mio. Euro in 2011 (bislang: 120 bis 130 Mio. Euro), Umsatz- und Ergebniswachstum in 2012.
Erneut werde Vossloh von einer schwächer als erwarteten Abrufleistung in China belastet. Die Auslieferungen sollten lediglich bei 50 Mio. Euro liegen (BHLe bislang 70 Mio. Euro). Dies liege damit deutlich unter der Produktionskapazität von rund 150 Mio. Euro. Vossloh rechne lediglich mit einer Verzögerung der Abrufe, sodass sich die Umsätze in die Jahre 2012 und 2013 hinein verschieben sollten. Der Auftragsbestand in China liege insgesamt bei rund 200 Mio. Euro, inklusive des zuletzt gewonnnen Tenders für die Strecke Hefie-Fuzhou (rund 35 Mio. Euro). Dennoch, 2011 sei für Vossloh im China-Geschäft ein verlorenes Jahr und die Visibilität über die operative Entwicklung dort sei deutlich eingeschränkt.
Weitaus nachhaltiger und eklatanter seien aber offenbar die folgenden, weiteren operative Schwierigkeiten: unter Erwartung liegende Umsätze in Russland, Baustopp in Libyen und deutlich reduzierte Auftragsvergabe in Südeuropa und Skandinavien insbesondere im Bereich Maintenance. Hier zeige sich eine Investitionszurückhaltung, die aus der Sicht der Analysten angesichts knapper Staatskassen und aufkeimender Rezessionssorgen anhalten sollte. Neben den Umsätzen würden dabei auch vor allem die Margen leiden. Vossloh sei mehr und mehr einem erhöhten Wettbewerbsdruck ausgesetzt und leide unter dem sich verschlechternden Business-Mix auf Konzernebene. Dies spiegle sich nun deutlicher und schneller in den Zahlen wider als erwartet.
Die Analysten hätten sowohl ihre Umsatz- als auch ihre Ergebnisschätzungen reduziert. Momentan habe das Vossloh-Geschäft nicht die gewohnte Visibilität und es sei fraglich, ob diese auf mittlere Sicht zurückkehre. Die Aktie sei mit einem 2013er KGV von rund 14 immer noch nicht günstig und die Peer-Group-Bewertung (Fair Value 58 Euro) signalisiere eine Überbewertung.
In Verbindung mit ihrem DCF-Modell (Fair Value 90 Euro) setzen die Analysten vom Bankhaus Lampe die Vossloh-Aktie mit einem von 87,00 Euro auf 74,00 Euro gesenkten Kursziel auf die Verkaufsliste. (Analyse vom 30.09.2011) (30.09.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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